Martin Schemm: Der verfluchte Goldschatz. Ein historischer Roman zwischen Elbe und Weser. Edition Falkenberg. Bremen 2026. 180 Seiten. Taschenbuch [ISBN: 9783954944118; Preis: 14,90 Euro]
Worum geht es in diesem historischen Roman, der den zweiten Fall des Amtsschreibers Heinrich Eckhoff erzählt?
Am Bargstedter See wird im September 1799 die Leiche eines wohlhabenden Fremden gefunden. Der Unbekannte war auf der Suche nach einem geheimnisvollen Goldschatz, wie Amtsschreiber Heinrich Eckhoff schnell herausfindet. Kurz darauf wird im Frankenholz ein erhängter Mann gefunden – ein passionierter archäologischer Schatzgräber.
Die Ermittlungen führen Eckhoff auch nach Stade und Bremervörde. Während sich der Amtsschreiber nach seiner in Zeven lebenden Leonore sehnt, erfährt er von einer alten Handschrift, die auf einen vorchristlichen Goldschatz in der Gegend um Harsefeld hinweist, auf dem ein tödlicher Fluchzauber liegen soll.
Sind die Toten tatsächlich dem Fluch zum Opfer gefallen?! Während Eckhoff dem Mysterium auf den Grund geht, verschwindet plötzlich auch noch ein junges Mädchen – nun gilt es, gleich zwei Rätsel lösen.
Das Thema Raubgrabung fand ich sehr spannend für einen historischen Kriminalroman. Als ich bei den Recherchen auf den Fund des Goldhorts von Gessel nahe dem niedersächsischen Ort Syke im Jahr 2011 stieß, formte sich die Idee einer Story. Um dem Ganzen noch etwas Phantastik einzuhauchen, integrierte ich einen heidnischen Fluch, der auf dem im Hügelgrab verborgenen Schatz ruhen sollte – solche Abwehrzauber gab es tatsächlich in der germanischen und römischen Tradition. Schatz und Fluch stehen nun also im Mittelpunkt des Romans.