Buchbesprechungen/Rezensionen zum Roman "Tod im Mariendom"

 

„Mir deucht, da schwirrt ein Geräuschli durch die Luft.“ - Mario Girotti

... „Tod im Mariendom“ ist der siebte Roman des Historikers Martin Schemm, der in Hamburg lebt und dessen historische Kenntnisse der Leser auf jeder Seite ERlebt. Der 1964 geborene Autor, der (wie Ihr Rezensent) aus Duisburg stammt, wagt sich mit seinem neusten Werk erstmals auf Grusel-Pfade und beweist dabei genau das richtige Gespür. Schemm übertreibt es nicht mit übertriebenem Horror, sondern legt Wert auf den schleichenden, atmosphärischen Spuk, der in „Poltergeist“-Manier durch die bröckeligen Gemäuer wabert. Obwohl ein paranormales Erlebnis das Nächste jagt, ist Schemm bemüht, Abwechslung in die Erscheinungen zu bringen und es nicht beim bloßen Flüstern, Poltern und Klopfen zu belassen. Während in filmischen Pendants laute und möglichst überraschende Jump-Scares für Herzrasen sorgen, ist es hier die unheilschwangere Ruhe, die für permanente Gänsehaut sorgt. Die unsichtbare Bedrohung, die sich in alle möglichen Seltsamkeiten manifestiert, ist allgegenwärtig und jederzeit spürbar. Kein Holzhammer-Horror… sondern angenehm-spannender Grusel im historischen Gewand.

Sprachlich erscheint „Tod im Mariendom“ wie aus der Zeit gefallen, was durchaus positiv gemeint ist. Hier kommt Martin Schemm erneut seine historische Kenntnis zugute, denn die Worte, die er seinen Protagonisten in den Mund legt, sind dem Jahrhundert, in dem sein Roman spielt, angemessen und tragen ungemein zur Authentizität bei. So schwülstig und hochtrabend sich die wohlgewählten Worte der Charaktere auch anhören, so erstaunlich flüssig lassen diese sich auch lesen. Diese Tatsache hat mich - ehrlich gesagt – sehr überrascht und ich war erstaunt, dass die Sprache des ausgehenden 18. Jahrhunderts heute noch so gut funktioniert.

Fazit:

Die 319 Seiten, die der Roman umfasst, vergingen wie im Flug und ich freute mich jeden Abend auf einen unheilvollen Besuch im alten Mariendom. Leider waren es sehr wenige Abende, da ich den Roman schwer wieder beiseitelegen konnte… was durchaus FÜR „Tod im Mariendom“ spricht. Ein gelungener Historien-Roman mit kräftigem Grusel-Einschlag, der trotz seiner übersinnlichen Thematik erstaunlich bodenständig und glaubwürdig wirkt."

(Phantastik-Couch.de, Rezension von Marcel Scharrenbroich, Juni 2019; hier [externer Link] der vollständige Text)

 

Unheimliche Orte, schaurige Geschichten
- Der Eimsbütteler Autor Martin Schemm schreibt phantastische Romane -

"Spuk, fantastische Geschichten, parapsychologische Phänomene – wo es andere eher schaudert, ist Martin Schemm fasziniert. Seit früher Jugend ist der Historiker mit Schwerpunkt Mittelalter und preisgekrönte Autor von Kurzgeschichten und historischen Romanen begeisterter Leser unheimlicher Literatur. 'Wenn wir früher Ausflüge zu Burgen und sagenumwobenen Orten gemacht haben, war ich total begeistert. Da hat wohl meine Leidenschaft für Geschichtliches angefangen', erinnert sich der in Duisburg geborene und in der Nähe von Heidelberg aufgewachsene Autor von mittlerweile sieben Büchern.

Wenig überraschend spukt es auch im neuen Roman des 55-Jährigen, der im Hauptberuf beim Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit arbeitet. 'Tod im Mariendom' spielt im Hamburg des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Möbel wandern durch Räume, Gestalten streifen umher und mysteriöse Klopflaute ertönen. Schauplatz des Ganzen ist der 1806 abgerissene Mariendom ..."

(ELBE WOCHENBLATT, Ausgabe 5/2019 vom 30. Januar 2019; hier das vollständige Autorenporträt)

 

Martin Schemm lässt es in Hamburg spuken!

"Es gibt viele regionale Krimis und Romane auf dem Buchmarkt, aber der Hamburger Autor Martin Schemm beschreitet neue Wege: Er lässt die Realität ein Stück weit hinter sich und widmet sich an einem Hamburg-historischen Schauplatz dem Übernatürlichen. „Tod im Mariendom“, seine siebte Buchveröffentlichung, ist ein historischer und zugleich fantastischer Roman – im Grunde eine klassische Spukgeschichte. Darin lässt Schemm den jungen Ich-Erzähler Christian Jakob Holenius von geisterhaften, bedrohlichen Geschehnissen im Umfeld des alten Mariendoms im Jahr 1787 erzählen.

Was erwartet die Leserinnen und Leser Ihres Buchs?
Eine dramatische, schaurige Geschichte an einer historischen Hamburger Stätte, dem alten Mariendom. Durch die Augen des jungen Holenius, der als rechte Hand beim Domherrn von Welmhoff arbeitet, erleben die Leserinnen und Leser die mysteriösen Vorkommnisse im Kurienhaus und im Dom mit. Wie der Spuk im Herbst 1787 beginnt und sich bedrohlich steigert, bis es gar zu Todesopfern kommt. Und wie Holenius in mühsamer Suche nach einer Erklärung schließlich auf ein altes, ungeheuerliches Geheimnis aus der Vorzeit des Mariendoms stößt. Neben spannender Unterhaltung erfährt man einiges aus der Vergangenheit unserer Hansestadt. Als Historiker verwende ich viel Zeit auf die Recherche, um mich möglichst eng an die geschichtlichen Begebenheiten zu halten.

Das klingt unheimlich. Ist die Lektüre nichts für schwache Nerven?
„Tod im Mariendom“ ist weder ein brutaler Thriller, noch Horror oder gar Splatter. Auch wenn es durchaus dramatisch zugeht, wird die Handlung in realistisch-sachlichem Ton erzählt, auf schockierende Effekte habe ich verzichtet. Früher hätte man solch eine Spukgeschichte wohl als „schaurig-schön“ umschrieben ..."

(Internetportal HAMBURG schnackt!, 23. Januar 2019; hier geht's [externer Link] zum vollständigen Interview)

 

Spannung bis zur letzten Seite

"Spukhaftes geschieht 1787 im alten Hamburger Dom, auch Mariendom gennant, nicht zu verwechseln mit der zweitürmigen Kirche in St. Georg. Der alte Dom, einst die größte Kirche der Stadt, wurde 1805 abgerissen. Im Jahre 1787 ist der Dom baufällig und wird kaum noch besucht, da er nicht der Stadt Hamburg, sondern dem Kurfürstentum Hannover gehört. Der ideale Ort für eine Schauergeschichte, die Martin Schemm jetzt geschrieben hat: „Tod im Mariendom“ ...

Autor Martin Schemm hat ein Faible für Spukhaftes. Der Historiker, der beim Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz arbeitet, schreibt seit fast 20 Jahren historische Romane. „Tod im Mariendom“ ist sein siebter, und die erste Spukgeschichte, basierend auf alten Legenden. Schemm und seine Frau Ina Heidemann, die seine Bücher immer als Erste kritisch liest, haben schon selbst Übernatürliches erlebt ...

Er denkt bereits über die nächste Spukgeschichte nach, die wie die meisten seiner Romane wieder in Hamburg spielen wird."

(HAMBURGER WOCHENBLATT, Ausgabe 02/2019 vom 9. Januar 2019; hier der ganze Beitrag)
 

[Zuletzt aktualisiert im Juni 2019]